Samstag, 30. Mai 2015

WR15-06


Wir hatten den Wecker auf sieben Uhr gestellt. Die Pferde waren auf der angrenzenden Weide am Haus untergebracht. Sie begrüssten uns bereits durchs offene Zimmerfenster.

Nach der anstrengenden Tour am Vortag stand diesmal ein eher entspannter Ritt von 4,5 Stunden auf dem Programm. Vom Centre Equestre in "Le Pelaise" ging es erstmal durch den Wald mit "Naturhindernissen". Dann folgten bei sonnigem Wetter Asphalt und Durchquerung kleiner Ortschaften.
Kurz vor dem Ziel "la Baumette" lud eine Wiese zum Galopp ein.

Die Strecke zum Nachreiten gibt es hier

Freitag, 29. Mai 2015

WR15-05

Der Tag der Schluchtendurchquerung. Wer auf den nächsten Berg will, muss erst durch das Tal dazwischen. In unserem Fall war das 300 Höhenmeter nach unten und ebenso wieder hinauf.
Von der alten Eremittage, welche auf ca. 1000 m liegt brachen wir am Morgen gegen 10 Uhr auf. Das Ziel war "La Pelaisse", welches ebenfalls auf knapp 1000 m liegt. Luftlinie nur wenige Kilometer.
Dazwischen aber eine Schlucht durchzogen von mehreren hundert Metern tiefen Steilwänden. Die beiden Städtchen "Morbier" und "Morez" zwängen sich buchstäblich an die Wände der Schlucht zu beide Seiten. Ein kleiner Bach durchfliesst die Ortschaften. Impossante Eisenbahnbrücken und Viadukte schmücken das Tal.
Wir ritten in nicht enden wollenden Serpentinen ins Tal und streiften kurz "Morez", um eine der wenigen Brücken über die "Bienne" zu überqueren. Der Aufstieg war dann zum Glück nicht so steil wie der Abstieg, zog sich jedoch durch viele kleine Orte hin. Zum Ende hatten wir dann noch mit Holzschlag auf dem Weg zu kämpfen.
Wir erreichten unser Ziel schliesslich nach 8 Stunden. Wir legten dabei 33 km zurück. Die Pferde und auch wir waren ziemlich fertig.

Die Etappe zum Nachreiten gibt es hier

Mittwoch, 27. Mai 2015

WR15-04
Die vierte Etappe war bisher die schönste. Bei strahlendem Sonnenschein ritten wir durch Natur pur. Auf gut gekennzeichneten Wanderwegen durchstreiften wir Wälder und Auen. Wir umrundeten den Lac de l'Abbaye und hatten insgesamt zwei anstrengende Anstiege, welche unsere Pferde fast mühelos bewältigten. Die Pferde sind in ausgezeichneter Verfassung. Heute müssen sie auf der Weide übernachten. Da es nur 4 Grad werden soll, haben sie Decken an.
Wir übernachten heute in der "Ermittage des Frasses". Von La Frasnois legten wir die 21 km in 5 Stunden zurück.

Die Route zum Nachreiten gibt es hier

Dienstag, 26. Mai 2015

WR15-03
Die dritte Etappe führte uns bei starker Bewölkung und zeitweise Nieselregen von "Chaux Neuve" nach "La Fromagerie". Hier gibt es die berühmten Wasserfälle von Herrison.
Für diesen Teil der Strecke hatten wir kein passendes Kartenmaterial zur Verfügung. Zum Glück gibt es Internet und so habe ich eine Wegbeschreibung erstellt, die wie sich herausstellte, sehr brauchbar war. Wir konnten der geplanten Route ohne Umwege folgen und waren überraschenderweise recht früh am Ziel angekommen.
Der Weg führte auf recht konstanten 800 bis 900 Metern zunächst durch kleine Dörfer der Strasse entlang, um dann in leicht hügeligem Gelände bei "Le Bourg Derriére" in den Wald überging. Hier hatten wir die erste Kammüberquerung zu meistern. Es folgte anscliessend die zweite für diesen Tag mit einem recht steilen Abstieg nach Iley. Aber dann waren wir auch schon da.
Abends gab es reichlich Käse-Fondue und Cremé Brulee zum Dessert.
Die Pferde waren wieder in Boxen untergebracht, was uns bei dem schlechten Wetter sehr recht war. Sie haben bisher die Reise ohne grössere Blessuren überstanden und sich nirgends aufgescheuert.

Länge: 27 km
Dauer: 5,5 h


Die Etappe zum Nachreiten gibt es hier


Montag, 25. Mai 2015

WR15-02
Die zweite Etappe führte uns von "Malpas" nach "Chaux Neuve". Auf befestigten Wegen führte uns der Weg durch kleine Dörfer und Wälder ohne besondere Steigung bald ans Ziel. Es war eine eher gemütliche Etappe, die wir in 4,5 Stunden hinter uns brachten. Das Wetter spielte wieder mit und so hatten wir nach einem gemütlichen Pfingstausritt noch Zeit uns ein paar Sehenswürdigkeiten anzusehen.
Zum Abendessen gab es Raclette mit Käse und Spezialitäten aus der Region. Und so sassen wir bei französischen Wein bis in den späten Abend mit anderen Wanderern zusammen. Zum Abschluss gab es noch selbstgebrannten Calvados, der uns half, den Weg ins Bett zu finden.

Länge: 23 km
Dauer: 4,5 h

Die Etappe zum Nachreiten gibt es hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=enxddxzsxbhtcmvl

Sonntag, 24. Mai 2015

WR15-01
Die erste Etappe unseres diesjährigen Wanderrittes führte uns von "Les Seignes" nach "Malpas".
Wir haben uns am GTJ (Grand Traversées du Jura) orientiert, blieben aber eher in den Tallagen.
Bei optimalem Reit-Wetter und mit leichtem Gepäck brachen wir gegen 9 Uhr auf und erreichten das Ziel gegen 16.30 Uhr. Dabei haben wir nur kurze Pausen eingelegt.
Gleich zu Beginn des Rittes nach etwa 5 km hatten wir die erste Herausforderung zu meistern. Auf dem Wanderweg durch einen Wald sind die Pferde mehrmals in den sehr sumpfigen Grund eingebrochen und wir waren heilfroh, dass alle Eisen am Ende noch dran waren und die Pferde keine Zerrung oder Schlimmeres erlitten hatten. Ausser ein paar Weide-Durchquerungen, wo uns stets eine kleine Rinderherde neugierig bis zum nächsten Zaun folgte, konnten wir den Ritt dann entspannt bis zu unserem Ziel machen.
Eigentlich wollten wir nach dem "Chateau de Joux" die Doubs überqueren, wo das Reitgebiet sicherlich attraktiver ist, aber man hatte uns in der Station von "Les Seignes" abgeraten, da der Abstieg sehr steil sei und mit Pferden nicht zu machen wäre. Also haben wir Pontarlier gestreift und sind einige Kilometer an der Strasse entlang gegangen. Von dort hatten wir zumindest eine gute Sicht auf die Doppelburg.

Länge: 30 km
Dauer: 6,5 h
Die Etappe zum Nachreiten gibt es hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=wfsheribbnyfxtoz

Samstag, 23. Mai 2015

Nach vier Stunden Auto/Hängerfahrt sind wir nun an unserem Startpunkt "Les Seignes" angekommen und haben unsere Zimmer/Boxen bezogen. Die Pferde haben schon gefressen. Wir Reiter warten noch auf unser Abendessen. Morgen geht es dann nach "Malpas" auf die erste Etappe.


 
Die Pferde sind auch schon ganz gespannt, wo es wohl hingeht. Lord, unser Polnischer Warmblüter und Akaja, unsere Trakehner-Stute wurden für die bevorstehende Wanderung frisch beschlagen und sind in bester Kondition.